Ein Gedanke der feiert

„Ein Gedanke der feiert“ ist eine Ausstellung über ein Forschungsprojekt mit Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren, das darauf abzielt, die Denkprozesse sichtbar zu machen, die durch die Produktion und das Verständnis von visuellen Metaphern ausgelöst werden.

„Die Metapher ist eine Form des Denkens. Sie stellt die Arbeitsweise unseres Geistes dar, der versucht, sein Wissenshorizont zu erweitern. Wir nutzen das, was wir wissen, um zu definieren, was wir noch nicht wissen, und um neue Entdeckungen zu auszudrücken“

Gianrico Carofiglio (italienischer Schriftsteller)

Die Ausstellung „Ein Gedanke der feiert“ entspringt der Überzeugung, dass die Metapher ein höchst kreativer Prozess ist. Ein Urknall des Geistes.

Die Konstruktion von Metaphern ist ein Prozess, der zu ungewöhnlichen, unerwarteten und oft originellen Vorgehensweisen führt. Sie entspricht einer Haltung der Untersuchung und Teilhabe an der Wirklichkeit, die das Denken dazu anregt, sich zu öffnen und über seine normalen Grenzen hinauszugehen.

Die Metapher ist ein echtes Ordnungssystem der intellektuellen Entwicklung, ein Werkzeug des Wissens, das unterschiedliche Sichtweisen auf die Welt schafft.

Es handelt sich zweifellos um eine Intuition, die durch kreatives Denken weiterentwickelt wird.

Kreativität, Ironie, die Fähigkeit, Analogien herzustellen und Paradoxe zu überwinden, sind bei Kindern vorhanden, und die Forschung und die Arbeit der Erwachsenen haben versucht, diese Prozesse in einem bewussten Alltag zu integrieren.

Die Ausstellung ist in drei thematische Abschnitte unterteilt:

den Abschnitt „Vorschau“, der einer kurzen und prägnanten Materialsammlung gewidmet ist, die einige metaphorische Prozesse des täglichen Lebens darstellt;

den Abschnitt der Forschung, der sich in der Mitte des Ausstellungsraums befindet, wo die theoretischen Ausarbeitungen von den Werken der Kinder flankiert werden – Worte, Grafiken, Objekte;

schließlich den Abschnitt „Migration in Freiheit“, der aus einer ganzen Wand besteht, die metaphorischen Werken von Kindern gewidmet ist, die vor oder nach der Forschung entstanden sind.

Es gibt einige kurze Videos, die es ermöglichen, die Atmosphäre, in der die Forschung stattfindet, nachzuvollziehen.

VERTIEFENDE AUSFÜHRUNGEN

„Der metaphorische Prozess ist ein mächtiger narrativer Kern, der sich auf vielen Ebenen abspielt: auf der Ebene der Wahrnehmung, der Sprache, der Gefühle und der Kommunikation.

Die Metapher ist vergleichbar mit einer plötzlichen Explosion, einer logischen Überschreitung, die eine neue Realität schafft, mit einer Kraft, die die Gewohnheiten und die Monotonie des bereits Bekannten durchbricht.

Wir wissen, dass es alltägliche kulturellen Kontext ist, in den sich der metaphorische Prozess am leichtesten einfügt: ein Pakt, ein Austausch zwischen Kindern und Erwachsenen, Situationen, in denen Wortspiele, Transformationshypothesen, Paradoxe und Ironie sich entfalten können.

Wir wissen aber auch, dass ein auf das zu untersuchende Thema vorbereiteter Kontext eine stärkere Aktivierung der metaphorischen Prozesse auslöst und aufrechterhält.

Wir glauben, dass ein attraktiver, flexibler Kontext, in dem sowohl die Wahl der Materialien als auch die nicht greifbaren Qualitäten des Raums, die „soft qualities" wie Licht, Farbe, taktile Erfahrung, Geräusche, Gerüche, wichtig sind, Erfahrungen anregt und verstärkt.

Zunächst haben wir Alltagsgegenstände verwendet, die bei Kindern schon immer großes Interesse geweckt haben und von denen wir glauben, dass sie eine gute Grundlage für die Aktivierung ihrer Fähigkeit zum Erfinden von Spielen und Verwandlungen darstellen.

Wir haben versucht, Objekte vorzuschlagen, die als Mittel genutzt werden können, um durch eine Verbindung/Beziehung zu einem anderen Gegenstand neue Beziehungen und neue Visionen zu schaffen.

Die Anwesenheit eines Erwachsenen, der für metaphorische Sprache sensibilisiert ist und in der Lage ist, die Prozesse der Kinder aufzugreifen, zu unterstützen und wieder neu zu starten, wenn sie versuchen, eine Metapher zu konstruieren oder darüber „stolpern“ ist unerlässlich.

Wenn sie erfolgreich sind, haben Metaphern eine starke kommunikative Kraft in der Vorstellungswelt, sie sind keine einfache Illustration, sondern eine konzeptuelle Umstrukturierung, die die Art des Denkens in Bezug auf die Aspekte der Realität, auf die sich die Metapher bezieht, verändert.“

Vea Vecchi, Sara De Poi (Ausbilderinnen)

Reggio Emilia Approach

Il Reggio Emilia Approach® è una filosofia educativa fondata sull’immagine di un bambino con forti potenzialità di sviluppo e soggetto di diritti, che apprende attraverso i cento linguaggi appartenenti a tutti gli esseri umani e che cresce nella relazione con gli altri.

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